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Häufig gestellte Fragen zu dem diffusionsoffenen Estrichfugensystem SCHIMMELSTOPP

Wie funktioniert SCHIMMELSTOPP?
Durch ein Adsorptionsmittel werden gasförmige Schimmelpilzbestandteile incl. Geruchsauffälligkeiten zurückgehalten. Eine Hochleistungs-Membran filtert partikelförmige Schimmelpilzbestandteile wie Sporen und Zellwandbruchstücke aus. Die Feuchtigkeitsursache als Ursache für jeden Schimmelpilzbefall muss gesucht und beseitigt werden.

Was sind die Voraussetzungen für den Einsatz von SCHIMMELSTOPP?
Ein schwimmender Estrich und keine/ wenig Feuchtigkeit im Unterboden. Ggf. sollte der Unterboden vor dem Einsatz von SCHIMMELSTOPP getrocknet werden (Achtung: Saugtrocknung einsetzen! Keine trockene Luft in den Unterboden einblasen, da die über die Randfugen ausströmende Luft Schimmelpilzbestandteile in der Raumluft großflächig verteilt).

Was sind typische Einsatzgebiete von SCHIMMELSTOPP?
Wärmebrücken und (ehemalige) Wasserschäden unter dem Estrich.

Welche Vorteile bietet SCHIMMELSTOPP gegenüber dem kompletten Ausbau
des Fußbodens bis zur Rohbetondecke?
1. Geringe Kosten im Vergleich zum Komplettausbau des Fußbodens.
2. Elegante, saubere Lösung ohne Nutzungseinschränkung oder gar Nutzungsaussetzung der
    Wohnräume.
3. Das Estrichfugensystem kann selbst eingebaut werden.

Warum kann die Randfuge nicht mit Silikon oder Acryl abgedichtet werden?
Die Randfuge ist eine Bewegungsfuge. Neben einer Rissbildung durch Materialbewegungen kann es durch Versprödung des Fugendichtungsmaterials zu Undichtigkeiten kommen. Kleinste Haarrisse lassen Schimmelpilzbestandteile in die Raumluft gelangen. Im Unterboden bildet sich durch den Stoffwechsel der Schimmelpilze ein Dampfdruck, womit durch Leckagen gasförmige Stoffwechselprodukte in die Raumluft gedrückt werden. Zudem wird Feuchtigkeit durch Silikon oder Acryl zurückgehalten, womit die Grundlage für weiteres Schimmelpilzwachstum im Unterboden gegeben ist.

Wie wird SCHIMMELSTOPP eingebaut?
Zunächst muss die Randfuge (= Übergangsbereich von Fußboden zu Wand) freigelegt und ausgeräumt werden. Es empfiehlt sich, mit einem H1/K-Staubsauger die Randfuge zu säubern. Das Adsorptionsmaterial wird eingebracht bis zur Oberkante des Fußbodens. Auf ein am Fugenrand angebrachtes Hakenband wird die Partikelbindende Membran befestigt und an der Wand angelegt. Abschließend wird eine abnehmbare Randleiste angebracht.

Welche Erfahrungen gibt es mit SCHIMMELSTOPP?
Seit zwei Jahren wird das diffusionsoffene Estrichfugensystem in Gebäuden eingesetzt. In den ersten Projekten werden bis heute Geruchsauffälligkeiten aus dem Unterboden, die die Raumluft ehemals belasteten, zuverlässig zurückgehalten. Messungen der Raumluftkonzentrationen von Schimmelpilzsporen vor und nach Estrichfugensanierungen mit SCHIMMELSTOPP belegen dessen Wirksamkeit. Augrund des Einsatzes der Filterkomponenten von SCHIMMELSTOPP in der Reinraum- und Filtertechnologie ist deren langzeitige Wirksamkeit belegt.

Wie lange hält SCHIMMELSTOPP Bestandteile von Schimmelpilzen aus dem
Unterboden zurück?
Wenngleich langzeitige Erfahrungen fehlen, wird aufgrund der eingesetzten Materialien, der geringen Luftströme, in Analogie zu bestehenden Geräte-Systemen und wegen theoretischer Überlegungen von Jahrzehnten ausgegangen.

Muss die gesamte Randfuge in einem Raum saniert werden oder reicht bei einer
Wärmebrücke im Außenwandbereich die Bearbeitung der Außenwand aus?
Die gesamte Randfuge ist zu bearbeiten. Begründung: Durch das Begehen bzw. das Gewicht des Raumnutzers wird der Unterboden (leicht) zusammengedrückt. Dieser Vorgang führt im Unterboden zu einem kurzen Luftstoß in alle Richtungen, womit an jeder Stelle der Randfuge mit Schimmelpilzbestandteilen beladene Luft aus dem Unterboden in die Raumluft übertreten kann. Auch für das Zurückhalten von Geruchsauffälligkeiten ist die Bearbeitung der gesamten Randfuge in einem Raum nötig.

Die Randfuge wird verändert. Wie verändern sich die Schalleigenschaften des Fußbodens durch das Einbringen des körnchenförmigen Adsorptionsmittels von SCHIMMELSTOPP?
Versuche an einem Praxisbeispiel erbrachten folgende Erkenntnisse: Durch die Säuberung der Randfuge und dem Austausch des Randfugenmaterials (Randdämmstreifen gegen loses Granulat) wurde eine geringfügige Verbesserung des Trittschallschutzes erreicht. Die verbesserte Situation ergab sich dadurch, dass vorhandene Körperschallbrücken in der Randfuge (die in der Praxis häufig vorkommen) beim Ausbau des Randdämmstreifens beseitigt wurden.